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Campo Santo Teutonico: Durchs Hintertürchen in den Vatikan

Sobald man den Tiber überquert, sieht man sie: Menschenmassen drängen auf den Petersdom und den Vatikan zu. Wer ins Reich des Papstes gelangen will, muss sich wohl oder übel in der langen Schlange vor der Sicherheitskontrolle einreihen. Aber es gibt noch einen anderen Einlass. Dieser führt über einen Friedhof.

Nur wer fragt, kommt hinein

Linkerhand, hinter den Kolonnaden liegt der Campo Santo Teutonico. Wer den Friedhof betreten möchte, muss vorher die magischen Worte sagen. „Ich möchte auf den Campo Santo Teutonico“, wendet man sich an den Schweizer Gardisten, der einen sodann – und nur dann – das Tor „Arco delle campane“ (Glockenbogen) passieren lässt.

Das stille Refugium des Campo Santo Teutonico hat auf den ersten Blick nichts von einem tristen Friedhof. Stattdessen wähnt man sich in einer kleinen Oase mit Orangenbäumen, Brunnen und sogar Sittichen. Schmale Kieswege schlängeln sich durch die Flora, die die Gräber und Grüfte umschließt. Auf dem Campo Santo haben im Laufe der Jahrhunderte unzählige Menschen ihre letzte Ruhestätte gefunden: Pilger, Mitglieder der Erzbruderschaft zur Schmerzhaften Mutter Gottes, Mitarbeiter des päpstlichen Hauses, deutsch- oder flämischstämmige Handwerker und natürlich Schweizergardisten.

Wer den Friedhof besichtigen möchte, sollte früh dran sein. Er ist zwar täglich ab 9.00 Uhr geöffnet, schließt aber um 12.00 Uhr wieder. Außerdem erhält man für die Teilnahme an den Eucharistiefeiern um 7.00 Uhr Einlass.

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